Genre
Dokumentarfilm
Erscheinungsdatum
-
FSK
keine Angabe
Dauer
90 min
Produktionsland
DE, 2016
WWW.HOYERSWERDA-1991.DE
„Die besondere Herausforderung bestand darin, die vielen Aussagen der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen über den langen Zeitraum von 1991 bis 2017 zusammenzufassen und in kurzen, gut nachvollziehbaren Videoclips aufzubereiten,“ berichtet Julia Oelkers von out of focus Filmproduktion. „Unser Anspruch war dabei, viele unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklung der Stadt darzustellen – besonders wichtig war die oft vernachlässigte Sicht der Betroffenen rechter Gewalt. Deshalb kommen neben in Hoyerswerda aufgewachsenen alternativen Jugendlichen verschiedener Generationen auch ehemalige Vertragsarbeiter aus Mosambik zu Wort, die 1991 aus Hoyerswerda vertrieben wurden“, so die Dokumentarfilmerin. Das Projekt möchte auch einen Blick darauf ermöglichen, welche Faktoren eine Rolle spielen, wenn eine Stadtgesellschaft den Umgang mit Neonazis sucht. „Darum haben wir auch mit Aktiven eines Bürgerbündnisses gesprochen, die sich für Flüchtlinge und gegen rechte Aufmärsche engagieren“, sagt Julia Oelkers. Hintergrund: Vom 17. bis 23. September 1991 griffen Neonazis gemeinsam mit BürgerInnen die Wohnheime von DDR-VertragsarbeiterInnen und Geflüchteten in Hoyerswerda an. Bis zu 500 Menschen beteiligten sich an dem rassistischen Pogrom, warfen Steine, Flaschen und Molotow-Cocktails, applaudierten den AngreiferInnen und riefen rechte Parolen. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, die Angegriffenen ausreichend zu schützen, so dass die BewohnerInnen der Unterkünfte schließlich aus der Stadt evakuiert wurden. Bis zu 1.000 Schaulustige verfolgten und bejubelten den Abtransport der Flüchtlinge in Bussen. Bundesweit berichteten zahlreiche Medien über die tagelangen Attacken. Nur vereinzelt gab es Versuche, die Angegriffenen zu unterstützen. Auf die Biographien vieler der von dem rassistischen Pogrom Betroffenen hatten die damaligen Geschehnisse dramatische Auswirkungen. Die Ereignisse im September 1991 gelten als wichtiges Sozialisationsmoment vieler Neonazis im wiedervereinigten Deutschland. Deshalb werden heute die ProtagonistInnen des NSU auch als „Generation Hoyerswerda“ bezeichnet. Die Webdokumentation, die aus vielfältigen Perspektiven über Ursachen, Ablauf und Folgen der tagelangen Angriffe auf Migrantinnen und Migranten 1991 in Hoyerswerda (Sachsen) informiert, wird erstmalig in einer Kinofassung von den FilmemacherInnen präsentiert.
"WWW.HOYERSWERDA-1991.DE (DE, 2016)" ist ein hervorragender Film aus dem Genre Dokumentarfilm, der die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zieht. Die Premiere des Films ist für das Jahr - geplant. Dieser Film bietet 90 Minuten großartige Unterhaltung. Wenn Sie Filme mit ähnlichen Themen interessieren, lohnt es sich sicherlich auch, andere ähnliche Produktionen zu sehen, wie zum Beispiel "4.000 MEILEN FREIHEIT - MIT DEM SEGELBOOT VON DER KARIBIK NACH EUROPA", "ROSENSTRAßE – WO FRAUEN WIDERSTANDEN, BERLIN 1943", "EIN SOMMER IN ITALIEN - WM 1990", "DAS WIKIPEDIA-VERSPRECHEN – 20 JAHRE WISSEN FÜR ALLE?", "ONE OK ROCK DETOX JAPAN TOUR 2025 AT NISSAN STADIUM IN CINEMAS", "MENTORING KURZFILM-PREMIEREN 2026", "ACHTUNG BERLIN 2026: WETTBEWERB DOKFILM", "EUROPEAN OUTDOOR FILM TOUR - SOMMER 26".